Graue Bilder

Wahrnehmung, Erinnerung und Medienrealität

Der Werkblock „Graue Bilder“ (Acryl auf Leinwand, ca. 2005–2010) von Thomas Baumgärtel zeigt eine konsequent reduzierte, monochrom-graue Bildsprache, in der fotografische Vorlagen aus Stadt, Medien, Politik, Alltag und privatem Umfeld bewusst entleert und verfremdet werden. Durch das Übermalen in Grau nivelliert Baumgärtel Hierarchien von Bedeutung – Dom, Stadion, Demonstration, Strand, Porträt oder Interieur erscheinen gleichrangig als Fragmente einer kollektiven Bildwelt. Die Serie thematisiert Wahrnehmung, Erinnerung und Medienrealität und fungiert zugleich als kritischer Kommentar zur Reizüberflutung und zur Austauschbarkeit von Bildern im urbanen und medialen Raum.

Die Werkgruppe Graue Bilder wird an diesem Kunstort ausgestellt sein