Brücken

Für Bewegung statt Stillstand

In den „Brückenbildern“ erhebt Thomas Baumgärtel die Brücke zum zentralen Bildträger einer klaren gesellschaftlichen Haltung. Die Brücke steht bei ihm für Verbindung, Austausch und Verständigung – als bewusster Gegenentwurf zu Abschottung, Ausgrenzung und nationalen wie mentalen Mauern. In einer Zeit, in der politische Rhetorik wieder von Grenzen, Protektionismus und Abgrenzung geprägt ist, setzt Baumgärtel das Bild der Brücke als Zeichen des Aufeinander-Zugehens, der Offenheit und des Dialogs.

Architektur wird in dieser Werkgruppe zur Metapher: für Bewegung statt Stillstand, für Begegnung statt Isolation, für Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit. Die oft frontal, perspektivisch zugespitzten Brückenmotive erzeugen eine starke Sogwirkung und ziehen den Betrachter förmlich in den Raum hinein.

Der Brücken-Werkzyklus wurde 2017 in der Einzelausstellung Building Bridges erstmals in der Kölner Galerie 30works präsentiert. Ergänzt wird die Serie durch großformatige Wandarbeiten im öffentlichen Raum, unter anderem 2016 und 2017 gemeinsam mit Harald Klemm an den Außenwänden des ehemaligen Deutz-Kalker Bades in Köln. Die „Brückenbilder“ sind damit nicht nur gemalte Architekturen, sondern bildgewordene Haltungen – ein künstlerisches Plädoyer für Offenheit, Verbindung und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Die Werkgruppe Brücken wird an diesem Kunstort ausgestellt sein